Schweiz
12.10.2017 15:38

Das grösste Spielzimmer des Landes steht in Bern

  • Zwei Kinder spielen Hockey mit Playmobils.
    Zwei Kinder spielen Hockey mit Playmobils. | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
  • Kinder beobachten einen Minizug.
    Kinder beobachten einen Minizug. | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
  • Cosplayers im Einsatz.
    Cosplayers im Einsatz. | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
  • Kinder grüssen das Mario-Maskottchen.
    Kinder grüssen das Mario-Maskottchen. | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
  • Besucher schauen spielen «League of Legends»
    Besucher schauen spielen «League of Legends» | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
  • Kinder bauen einen hölzernen Turm.
    Kinder bauen einen hölzernen Turm. | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
  • Cosplayers im Einsatz.
    Cosplayers im Einsatz. | Bild: Lukas Lehmann / Keystone (Bern, 12. Oktober 2017)
SUISSE TOY ⋅ Bern ist bis am Sonntag das grösste Spielzimmer der Schweiz: zur Spielwarenmesse Suisse Toy werden mehrere zehntausend Besucher erwartet. Unter den Weihnachtsbaum kommt heuer viel Digitales, aber auch viel Traditionelles.

In der Spielwarenbranche sei unter anderem ein Trend "back to the roots" feststellbar, sagte Renato Meier, Vorstandsmitglied des Spielwarenverbands Schweiz, am Donnerstag am Rand der Messe gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

So boomen laut Meier etwa traditionelle Dinge wie Brettspiele. Je unsicherer die Welt sei, je stärker sei bei den Eltern auch ein Trend hin zu Vertrautem und Traditionellem spürbar, führte Meier aus.

Ein anderer Trend geht klar Richtung Digitalisierung. Interaktives ist gefragt, solange die Spielsachen nicht mit dem Internet verbunden sind.

Vor drei, vier Jahren hätten Hersteller verstärkt auf internetgesteuerte Spielsachen gesetzt. Schweizer Eltern hätten aber dieser Entwicklung gegenüber grosse Zurückhaltung gezeigt, erklärte Meier.

Digitalisierte Spielwaren und traditionelle würden sich nicht gross konkurrenzieren, konstatierte Meier. So seien etwa Brettspiele, wo man gewinnen und verlieren und die soziale Interaktion spielend lernen könne, nach wie vor gefragt.

Zufrieden mit dem Geschäft

Bisher verlief das Geschäftsjahr der Spielwarenbranche positiv: Meier sprach von einem Wachstum bis Ende September von knapp fünf Prozent. Allerdings macht die Branche rund 2/3 ihres Umsatzes erst mit dem Weihnachtsgeschäft. Meier rechnet insgesamt auf Ende Jahr mit einem deutlichen Plus.

Rund 170 Aussteller präsentieren an der Suisse Toy bis am Sonntag ihre Produkte. Die Messe gliedert sich in einen klassischen Teil mit traditionellen Spielwaren wie etwa Puppen, Brettspiele, Autorenn- oder Modelleisenbahnen.

Ebenso gross ist mittlerweile der digitale Bereich. Dort sind die Messestände meist ungleich karger: ein paar Computer, Bildschirme flackern, das war's. Mit entsprechenden Brillen ausgerüstete Messebesucher tauchen ein in virtuelle Welten, die dem aussenstehenden Betrachter verborgen bleiben.

Gamefans tragen auch E-Sport-Duelle aus, die live gestreamt werden. Auch ein Indoor-Drohnen-Rennen steht auf dem Programm. Die Piloten lenken dabei unterstützt von einer Videobrille ferngesteuerte Drohnen durch einen Parcours.

Grossandrang herrscht an der grössten LAN-Party der Schweiz, der SchweizerLAN. Während vier Tagen - und Nächten - treffen sich dort die besten PC-Gamer. Viel Publikum locken jeweils auch die Cosplayer an, Menschen also, die sich wie ihre Lieblingsgame- oder Filmfiguren verkleiden.

Die Messe ist bis am Sonntag geöffnet. (sda)

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  • Grösstes Spielzimmer der Schweiz

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